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Die endoskopische Kastration beim Hund


Die endoskopische Kastration ist ein sogenanntes minimalinvasives Operationsverfahren, das heißt dem operierten Tier werden nur sehr kleine Wunden zugefügt, die in aller Regel komplikationslos verheilen. Wie auch in der Humanmedizin, sind so operierte Hunde sehr schnell wieder voll belastbar, beziehungsweise müssen nicht zwei Wochen ruhig gehalten und geschont werden.


Vor einer Laparoskopie (Endoskopie der Bauchhöhle) darf der Hund 12 Stunden keine Nahrung aufgenommen haben und sollte 4 Stunden nichts getrunken haben.

Die Hündin wird in Vollnarkose gelegt, dabei überwachen wir den Herzschlag, die Atmung, den Sauerstoffgehalt im Blut und den CO2-Gehalt der ausgeatmeten Luft. Dieses Monitoring und die sehr gute Steuerbarkeit der Inhalationsnarkose lassen das Narkoserisiko minimal werden. 

Mit einer sogenannten Veress-Nadel, einer Spezialkanüle, wird die Bauchhöhle punktiert. Durch diese Kanüle wird dann medizinisches (d.h. hochgereinigtes) Kohlendioxyd in die Bauchhöhle geleitet, der Bauch sozusagen aufgepumpt, damit die Bauchdecke eine Art Kuppel bildet. Durch zwei kleine Löcher werden dann Operationstrokare in die Bauchhöhle eingeführt.

Dann wird mit der Optik, welche über eine Kamera das Bild auf einen Monitor überträgt, die Bauchhöhle und vor allem die Gebärmutter inspiziert und die Eierstöcke aufgesucht und deren Blutgefäßversorgung unterbunden. Wir verwenden hierfür das Ligasure-System, ein elektronisch gesteuertes, elektrochirugisches Gefäßversiegelungsystem, bei dem wir die Eierstocksgefäße und -aufhängung in einem Arbeitsschritt versiegeln und durchtrennen können. Nachdem die Schnittstellen auf Blutungen kontrolliert wurden, wird das Kohlendioxyd aus der Bauchhöhle abgelassen, die Trokare entfernt und die zwei kleinen Löchlein in der Bauchdecke mit sich selbst auflösenden Fäden vernäht. Die Operation ist beendet, das Narkosegas wird abgestellt und die Hündin noch einige Minuten mit reinem Sauerstoff beatmet. Anschließend kommt sie in eine Aufwachbox wo sie, während sie langsam aufwacht, warmgehalten wird. Sobald sie munter ist dürfen sie mit ihr nach Hause gehen.

Vorteile der endoskopischen Kastration:

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